Euro – wir haben die Lösung

Es bleibt nur eines: die Rückbesinnung auf die ursprünglichen Verträge und auf das Prinzip der Eigenverantwortung: nur wenn jedes Land für seine eigenen Schulden gerade stehen muss, gibt es die Chance auf ein verantwortungsvolles Verhalten. Es darf keine Transfers an andere Staaten kommen, weder in Form von Direktzahlungen, Krediten, Haftungen oder in Form von Eurobonds. Im Falle des Staatsbankrotts könnte die EZB die Banken des betroffenen Landes nicht mehr re-finanzieren. Um einen Kollaps der eigenen Banken zu vermeiden, wäre das Pleite-Land folglich gezwungen, eine eigene Währung einzuführen. So könnte der Euro endlich von reformunwilligen Pleite-Staaten befreit werden. Sollten derartige Staaten nicht freiwillig aus der Währungsunion austreten, so sollte er auf diesem Weg erzwungen werden. 

Die Währungsunion muss geteilt werden: Nur wer einen starke Wirtschaft und geordnete Staatsfinanzen aufweist, darf in der „Euro-Kern-Zone“ verbleiben. Die schwächeren Länder könnten gemeinsam einen weicheren „Euro-Light“ oder aber eine eigene nationale Währung einführen.

Die EZB muss der Inflationsbekämpfung wieder Vorrang geben und soll daher keine Staatsanleihen erwerben dürfen.

Zusätzliche Kompetenzen für die EU oder gar die Etablierung eines Euro-Zonen-Zentralstaates, der die Staatsfinanzen und die Lohnpolitik der zu Provinzen degradierten Mitgliedsländer steuert, ist abzulehnen. Die EU soll ein Staatenbund souveräner Staaten bleiben.

Staatspleiten könnten zur Pleiten von Banken führen, die den Fehler gemacht haben, allzu viele riskante Staatsanleihen gekauft zu haben. Nach Schweizer Vorbild sollte Österreich deshalb ein eigenes Banken-Konkursrecht schaffen, um die gesamtwirtschaftlichen Folgen der Pleite einer Großbank in Grenzen zu halten. Weiters sollte als präventive Maßnahme das Spar- und Kreditgeschäft der Banken vom riskanten Investmentgeschäft getrennt werden (so wie dies in den USA nach der Finanzkrise der 30er Jahre bis ins Jahr 1999 der Fall war).