Die Blutspur der Steuergeldvernichtung

Was bisher geschah:

Zeitpunkt Belastung für Öster. in Mrd.  Beschreibung des Hilfspakets
Mai 2010  2,3 Die Regierungen der Eurozone (mit Ausnahme der Slowakei) beschließen Griechenlandkredite im Ausmaß von 110 Mrd. Euro zu gewähren. Davon entfallen 2,3 Mrd. auf Österreich, per August 2011 waren 1,4 Mrd. bereits ausgezahlt.
Juli 2010

12,6

Der sog. Euro-Rettungsschirm EFSF nimmt als provisorischer Notfonds mit Ablaufdatum 2013 die Arbeit auf. Fondsvolumen 720 Mrd. Euro, Österreich haftet direkt für 12,6 Mrd., indirekt über den Umweg der Europäischen Kommission für weitere 1,2 Mrd. 
Oktober 2010 2,18 Die Österreichische Nationalbank gibt dem IWF einen Kredit in Höhe 2,18 Mrd. damit dieser seinerseits mehr Hilfskredite an Pleitestaaten vergeben kann.
  3,375 Erhöhung Haftung für IWF
November 2010 0,8 Der EFSF vergibt einen 85 Mrd. EUR Kredit an Irland, Österreichs Anteil: 800 Mio. Hinzukommt eine weitere indirekte Haftung über den Umweg der Kommission in Höhe von 400 Mio.
Dezember 2010 0,1 Kapitalerhöhung der EZB, die österreichische Nationalbank bezahlt 100 Mio. bar ein.
Mai 2011 1,5 Der EFSF vergibt einen 78 Mrd. EUR Kredit an Portugal, Österreichs Anteil: 1,5. Hinzukommt eine weitere indirekte Haftung über den Umweg der Kommission in Höhe von 400 Mio.
Juli 2011 2,0

Das 2. Griechenland-Paket in Höhe von 109 Mrd. EUR wird beschlossen. Die auf Österreich entfallende Haftung beträgt 2 Mrd. 

 

Insgesamt hat Österreich seit Mai 2010 EUR 19 Mrd. an Barzahlungen, Krediten und Haftungen gewährt. Das sind EUR 9.900 für jeden der 1,9 Millionen Lohn- und Einkommenssteuerzahler!


Die bereits geplanten, nächsten Anschläge auf unseren Wohlstand:

Zeitpunkt

Belastung für Öster. in Mrd. €

Beschreibung des Hilfspakets
Herbst 2011 15,4 Die Haftung für den EFSF soll von 12,6 Mrd. auf 21,6 Mrd. aufgestockt werden, zuzüglich Zinsen ergäbe sich ein Gesamthaftungsrahmen von 28 Mrd (wodurch sich die mögliche Gesamtbelastung für Österreich um 15,4 Mrd. erhöhen würde). Der EFSF soll künftig auch ohne Zustimmung der Mitgliedsländer, d.h. auch ohne Zustimmung Österreichs tätig werden können. Auch soll er künftig nicht nur Kredite an Länder in akuter Not vergeben, sondern auch präventiv an Länder, die in Schwierigkeiten geraten könnten; weiters soll der Fonds auch Staatsanleihen kaufen und Banken mit zusätzlichen Geldmitteln versorgen dürfen. Der EFSF kassiert für diese riskanten Finanzierungen nur 3,5% Zinsen, muss sich das Geld aber selbst um 2,5% auf dem Kapitalmarkt ausleihen. Es nur eine Frage der Zeit bis dieser Pleitenfonds, selbst zum Pleitenfall wird und wir mit bis zu 28 Mrd. dafür gerade stehen müssen!
2013 ??? Ab 2013 soll der provisorische Euro-Rettungsfonds EFSF durch den permanenten Rettungsfonds ersetzt werden, die mindestens genauso groß sein wird wie der EFSF.
??? Min. 2 Mrd. € /Jahr Eurobonds: alle 17 Eurozonen-Staaten würden gemeinsam, unbeschränkt für die Schulden aller haften. Schlecht wirtschaftende Staaten müssten niedrigere Zinsen für ihre Staatsschulden entrichten, die AAA-Staaten wie Österreich höhere. Wenn man die Schätzungen von deutschen Experten für Deutschland auf Österreich überträgt, müsste Österreich mit 2 Mrd. Zinsmehrkosten pro Jahr rechnen – kurzfristig. Längerfristig würde es noch wesentlich schlimmer werden, da sich viele auf die Bonität der anderen verlassen und mehr denn je sauteure Wahlversprechen auf Pump finanzieren würden.